Unternehmensnachfolge aus altersmedizinischer Sicht

Im Zuge der Planung eines Generationenwechsels sind neben betriebswirtschaftlichen, rechtlichen und finanziellen Regelungen heute mehr denn je, auch persönliche Regelungen zu treffen, die mit dem Altern zusammenhängen.

Schon 2003 haben Williams & Preisser in der Pflichtlektüre jedes Wealth-Managers „Preparing Heirs: Five Steps to a successful Transition of Family Wealth and Values“ beschrieben, welch hohe Bedeutung Familienfrieden für den Erhalt des Familienvermögens hat. Während 40 Jahren ärztlicher Tätigkeit als Geriater habe ich Einblick in viele Hintergründe gewonnen, die den Familienfrieden stören können. Dazu gehören u.a. bei älteren Familienmitgliedern unerwartet auftretende gesundheitliche Veränderungen und deren Folgen.

auf Persönliches nicht vergessen

Im Zuge der Planung eines Generationenwechsels ist neben rechtlichen, betriebswirtschaftlichen und finanziellen Regelungen heute mehr denn je auch an Persönliches zu denken, das mit dem Altern zusammenhängt.

Generell geht es um 4 Bereiche: Gesundheit (körperliche, geistige, seelische), Interessen (bisher unerfüllte Wünsche, Hobbies & Fertigkeiten & Sozialengagement/Freunde, Persönlichkeit | Charakter, Gegenwartsplanung | Tagesablauf), Familie (Lebenspartner, Kinder, Enkelkinder), Planung (Wohnort bei Pflegebedürftigkeit, Lebensende – Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht). Weil alle 4 Bereiche ineinandergreifen, ist jeder Fall individuell zu beurteilen und bekommt seine ganz persönliche, auf ihn zugeschnittene Lösung.

Der Begriff „DAS NEUE ALTER“, aus meinem Buch „Pflegefall? Nein, danke!“ (Facultas-Maudrich Verlag, Wien, 2017), umfasst den Zeitraum ab dem Alter von ca. 65 Jahren. Diese Epoche kann 30 Jahre andauern, oder anders ausge­drückt, sie kann ¼ bis 1/3 des gesamten Lebens umfassen. Jahrzehnte, auf die man nicht planlos zugehen sollte.

individuelle Lösungen mit Arzt für Altersmedizin

Will man als Angehöriger der Gründergeneration für sich selbst, für den/die Partner*in und für die Folgegenerationen keine Fehler machen, dann zieht man einen Geriater als Coach oder als Berater bei. Er kennt, analysiert und zeigt alternsspezifische Bedürfnisse auf, und er unterstützt das Erarbeiten von individuellen Lösungen.

Altersmediziner sehen den alternden Menschen als Ganzes, und verstehen unter Geriatrie nicht nur das Behandeln von Krankheiten bei alten Menschen. Geriater haben ein Auge auf den Patientenwillen und ein offenes Ohr für Angehörige und ihre Sorgen. Sie haben die notwendige Erfahrung, um mit dem Altern verbundene Probleme anzusprechen und sie zu relativieren.

auf das Wohl des Gründers und auf seine Familie achten

Wem bei der Nachfolgeregelung auch am persönlichen Wohl des Gründers und seiner Familie liegt, der spricht auch persönliche, vermögensunabhängige, altersmedizinische Themen an. So wie sich Finanzberater aber von Juristen oder Steuerberatern abgrenzen, überlassen sie auch das Behandeln altersmedizinischer Probleme dem Fachmann.

In Verbindung mit Unternehmensnachfolge biete ich einen speziellen 1-Tages-Intensiv-Workshop.

Wer Kunden auf die Thematik des Alterns anspricht und für die Lösung auf einen kompetenten Fachmann verweisen kann, setzt vertrauensbildende Maßnahmen. Zugleich bietet er Kunden einen besonderen Mehrwert, verschafft sich Zugang zur Nachfolgergeneration, und nicht zuletzt hebt er sich damit positiv von Mitbewerbern ab.

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