DAS GESPRÄCH zur Patientenverfügung

Das Gespräch mit nahen Verwandten ist wichtiger als das Dokument. Gespräche können schon vor dem Erstellen der Patientenverfügung geführt werden, auf alle Fälle müssen sie aber danach stattfinden.

DAS GESPRÄCH zur Patientenverfügung, damit die Wünsche kein Geheimnis bleiben, sondern später auch respektiert und erfüllt werden. DAS GESPRÄCH ist wichtiger als das Dokument.

Im Internet gibt es kostenlos Formulare für eine Patientenverfügung, die rasch ausgefüllt sind. Ausgeklügelte Patientenverfügungen lesen sich (sogar für Mediziner) wie eine wissenschaftliche Arbeit über Hirntod. Ob solche Patientenver­fügungen befolgt werden, ist ebenso zweifelhaft wie die Frage, ob sie insgesamt ausdrücken was Ihre persönlichen Wünsche sind, und wie Sie am Lebensende behandelt und betreut werden wollen.

Es ist nicht einfach, seine Wünsche zur Behandlung und Betreuung am Lebensende zu formulieren. Noch schwieriger ist es mitunter, über die Inhalte seiner Patientenverfügung mit dem Arzt, mit Pfleger*innen und vor allen mit seinen Liebsten zu sprechen.

DAS GESPRÄCH mit Angehörigen über Inhalte der Patientenverfügung schafft gemeinsames und gegenseitiges Verständnis dafür, was für Sie und für Ihre Lieben von Bedeutung ist. „Darüber sprechen“ kann Sie den Menschen näherbringen, die Sie lieben. Schon ein einziges Gespräch kann vieles verändern. Das wird es einfacher machen Entscheidungen zu treffen, wenn die Zeit gekommen sein wird.

Gespräche können schon vor dem Erstellen der Patientenverfügung geführt werden, auf alle Fälle müssen sie aber danach stattfinden.

Solch ein Gespräch benötigt Vorbereitung. Und zwar sowohl was die Formulierung des eigenen Willens betrifft, wie auch auf den Beginn des Gesprächs selbst. Beides bedarf meist einer Überwindung, weil sich viele Fragen stellen, wie zB mit wem spreche ich ? wann? wo? und worüber?

Auch im 1:1 Workshop gehe ich auf DAS GESPRÄCH ein. Ich hole Sie dort ab, wo Sie gerade stehen und führe Sie systematisch zu dem Ergebnis, Ihre Patientenverfügung nicht als starres Dokument zu sehen, sondern sie als dynamisches Instrument einzusetzen. (Vgl. Patientenverfügung neu denken)

Bevor man aber über seine Wünsche bezüglich Behandlung und Betreuung am Lebensende sprechen kann, muss man seine Gedanken ordnen.

Je nachdem, ob Sie als junger Gesunder Behandlung und Betreuung nach einem Unfall oder bei einer unheilbaren Krankheit regeln möchten, oder ob Sie das als über 70Jähriger tun, der mit seiner Patientenverfügung verhindern möchte, als Pflegefall am Leben erhalten zu werden, unterscheiden sich Fragen für jüngere Menschen und Fragen für Ältere.

Hat man mit einer strukturierten Analyse herausgefunden, „was ist mir das Wichtigste“? kann man praktische Vorschläge umsetzen, wie man DAS GESPRÄCH beginnt.

Ich zeige Ihnen im Workshop, wie Sie sich auf DAS GESPRÄCH vorbereiten, warum und wie häufig Sie das wiederholen sollten, und Sie bekommen eine Anleitung zur Nachbearbeitung der Gespräche.

Gespräche über die Patientenverfügung sind von großer Bedeutung, a) weil man sie später – zu gegebener Zeit – nicht mehr führen kann; b) weil vom Errichten eines Textes, bis zum Zeitpunkt da dieser als Patientenverfügung wirksam werden wird, Jahrzehnte vergehen können in denen sich vieles ändern kann und c) Sie sollten Angehörige nicht damit belasten, dass sie für Sie oder über Sie entscheiden müssen, ohne Ihre echten Wünsche zu kennen.

Haben Sie das Grundprinzip erst einmal erklärt bekommen, werden Sie viele Gespräche über Inhalte Ihrer Patientenverfügung führen können.

Dr. med. Wilhelm Margula Kontakt: margula@aon.at
kostenloses Erstgespräch: https://www.dasalter.com/Termin

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